Schritt für Schritt zum Christbaum
Die Philosophie unseres Familienbetriebes beinhaltet, die Natur zu bewahren und nachhaltig zu handeln. Unsere Bäume werden deshalb so geschnitten, dass der Stumpf mit mindestens einer grünen Krone erhalten bleibt. Daraus kann ein neuer Baum heranwachsen, so ermöglichen wir durch jede Fällung neues Leben – auch wenn der Wachstumsprozess länger dauern kann als das Pflanzen neuer Bäume.
Eines ist bei uns mit Sicherheit klar, für uns ist jeder Baum mehr als nur ein Produkt. „Ein Baum soll den Raum zu Heiligabend mit seinem Duft erfüllen, Kinderaugen zum Leuchten bringen und gleichzeitig die Luft reinigen“, sagt Hansjörg, der diesen nachhaltigen Weg mit seinen Nordmanntannen geht.
Samen
Rudolf Hofer, der Vater von Hansjörg Hofer, war schon als Kind von der Natur begeistert. So experimentierte er als gelernter Gärtner viel und schaffte es nach jahrelanger Erfahrung, selbst Nordmanntannen zu ziehen. Dazu nahm er die Samen einer Tanne und pflanzte sie ein. Dank seines grünen Daumens ist es ihm gelungen, die Bäume zu züchten, die heute den Nordmanntannenwald in der Val Sugana bilden.
Setzling
Es braucht viel Liebe und Geduld, um eine solche Pflanze großzuziehen, denn von einem Baum kann hier nicht die Rede sein. Auf diesem Bild sieht man einen einjährigen Baum. Da eine so junge Pflanze viel Pflege braucht, pflanzen wir sie in Töpfen an, um sie bei uns zu Hause zu beherbergen, bis wir sie "einschlagen" können.
Einschlagen
Um die gekaufen Bäume besser akklimatisieren lassen zu können, werden sie vor dem Pflanzen eingeschlagen.
Im Jahr 2023 haben wir vier Jahre alte Bäume bei uns in den Obstwiesen eingeschlagen. Diese zusätzliche Arbeit des Einschlagens ermöglicht eine bessere Akklimatisierung der Bäume und eine leichtere Pflege. Dadurch zeichnen sich robustere Bäume hervor. Durch die besondere Pflege, wie Unkraut jäten, Giesen, Fresen usw. können die Bäumchen gut heranwachsen.
Austrieb
Nach dem Baumfällen im Dezember, werden "schlafende Augen" oder Knospen aktiviert, die neues Wachstum ermöglichen. Diese Knospen entwickeln sich zu neuen Trieben, aus welchen ein neuer Baum heranwachsen kann.
Durch dieses Naturphänomen können Christbaumzüchter ohne neue Nachpflanzung gesunde Bäume erhalten. Dieses Phänomen trägt nicht nur zur Erhaltung der Bestände bei, sondern auch zur Schonung der natürlichen Ressourcen.