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Familienbetrieb Hofer

Hansjörg Hofer, Sohn von Rudolf Hofer übernimmt 2017 die Zucht und den Verkauf von Weihnachtsbäumen. Er stellte den Betrieb seines Vaters auf zertifiziert biologischen Anbau um. Auch der Verkaufsstandort änderte sich in den Jahren. Anfangs verkaufte Rudolf an mehreren Orten seine Christbäume, darunter auch in Gröden, Bozen und Eppan. Heute ist die Verkaufsstelle von Hansjörg bei der Sacra in Eppan.

Hans Hofer (dritter von links im Bild) hatte 1976 in seinem Heimatort Marling in Südtirol die Geschäftsidee, Christbäume anzubauen. Er las in der Zeitung, dass diese Geschäftsidee in Amerika Fuß fasste und wollte dies auch in Südtirol umsetzen. Zuerst nur in kleinem Rahmen. Später belieferte er auch die umliegenden Dörfer.

Rudolf Hofer (erster von links im Bild) kaufte in Trient und in der Val Sugana, so wie auch bei seinem Bruder in Marling Tannen und Zweige ein, um sie dann weiter zu verkaufen. Damals wurde das Handeln von Zweigen nicht nur zur Weihnachtszeit betrieben, sondern das ganze Jahr.

Rudolf stieg in das Geschäft ganz ein, als er 1995 in der Val Sugana ein Grundstück mit  seinem Erbanteil kaufte. Diesen Acker benutzte er als Anbaufläche zur Tannenbaumzucht. Viele Arbeitsstunden flossen in die Aufzucht der jungen Pflanzen.

Seine Frau Anna und seine Kinder, besonders Hansjörg, halfen bereits in jungen Jahren sowohl beim Setzen und Gießen, als auch bei der Pflege. Rudolf war sehr genau, wenn es um seine Bäumchen ging. Umso stolzer war er, als er dann Jahre später seinen ersten Weihnachtsbaum fällen und verkaufen konnte.

Rudolf war mit Leidenschaft dabei und fuhr sogar bis in die Niederlande um die dortige Anbauweise zu studieren und Samen sowie Setzlinge zu importieren. Dadurch hatte er nicht nur die einheimische Tanne, sondern auch verschiedene Unterarten in seine Zucht gebracht. Bis die Bäume groß genug waren zum Verkauf, bekam er die Tannen von seinem Bruder, der zu dieser Zeit bereits den Hof von Johann übernommen hatte. Rudolf verkaufte nicht nur Weihnachtsbäume, sondern belieferte seine Kunden auch mit Tannenzweigen (Tasen), Tannenzapfen, Mistelzweigen und sonstigen dekorativen Schmuck, den er im Wald fand. Somit machte er sich einen Namen unter den Förstern, welche ihn auch bei Holzschlägerungen von großen Tannen riefen, damit er die Zweige einsammeln konnte.

Zu Beginn verkaufte Rudolf Hofer seine Christbäume an verschiedenen Standorten darunter Gröden, Bozen (Talfer) und auch in Eppan (Maxi-Mode-Center). Sein Schwiegersohn stieg auch ins Geschäft ein und übernahm den Standort in Eppan. Hansjörg und er verkauften dagegen in Bozen bei der Talferwiesen. In dieser Zeit um 1997 erweiterte Hansjörg die Anbaufläche und pflanzte auf dem Ritten im Grundstück seiner Frau weitere Christbäume. Als Rudolf starb übernahm Hansjörg den Grund in der Val Sugana und den Verkaufsort. Zusammen mit seinem Neffen bewirtschaftet und organisiert er den Verkauf. Heute verkauft die Familie Hofer ihre Christbäume in der Obstgenossenschaft in Eppan (Sacra). Mittlerweile sind sie auch biologisch zertifiziert, da der Familie die Umwelt und die Natur sehr am Herzen liegen. Für Hansjörg ist die Arbeit mit den Christbäumen vielschichtig. Für ihn hat der Tannenbaum nicht nur die Aufgabe als Weihnachtbaum die Wohnzimmer zu dekorieren, sondern auch einen ökologischen Mehrwert.